mit Ines Gnörich

Zertifizierte Yoga Lehrerin nach Sivananda-Tradition BYV  ·  Fayo-Trainerin nach Liebscher und Bracht
Yin Yoga Lehrerin  ·  Faszientrainerin  ·  Rücken Yoga Lehrerin  ·  Hormon Yoga Lehrerin  ·  Fastenleiterin
Psychologische Yogatherapie | Yoga und Übergewicht | Private Trainee 
Meditationskursleiterin   ·   Yogatrainer-Ausbilderin
Walk and breathe   ·   Fitness Trainer A- und B-Lizenz   ·   Pilates Trainer
Vegane Ernährungsberatung/Ayurveda und Gesundheit /Ayurvedisches Kochen / Rohkost
Chinesische Fußreflexzonentherapie

YOGA FÜR DICH

mit Ines Gnörich-Poschmann

„Yoga ist das zur-Ruhe-Kommen

der Gedanken im Geist“

AYURVEDA-THERAPEUTIN

Allgemeines über Ayurveda

Ayurveda ist das älteste, überlieferte Gesundheitssystem. Der Ursprung von Ayurveda findet sich in der vedischen Hochkultur Altindiens, deren Blütezeit viele Jahrtausende zurückliegt. Das Wissen dieser komplexen Heilkunst wurde ursprünglich nur mündlich von Generation zu Generation weitervermittelt. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen sind über 5000 Jahre alt und wurden in Sanskrit verfasst.

Im Gegensatz zum westlichen Gesundheitssystem handelt es sich bei Ayurveda um ein ganzheitliches Lebenskonzept. Ayurveda lehrt, wie man seine Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude bis ins hohe Alter erhalten kann.

„Ayus“ bedeutet Leben, „veda“ das Wissen, die Wissenschaft. Somit kann man Ayurveda als „die Wissenschaft vom Leben“ übersetzen. Es geht jedoch nicht nur um die Vermittlung theoretischen Wissens allein. Vielmehr sollen die praktischen Regeln für den Alltag uns helfen die Einheit von Körper, Geist und Seele herzustellen und zu erhalten.

Doshas und Ayurveda Typen

Grundlage für das Verständnis des Ayurveda sind die so genannten Doshas. Die wörtliche Übersetzung für diesen Begriff lautet: „(den Körper) beeinflussende Faktoren“. Man übersetzt ihn zur Vereinfachung häufig auch mit den Begriff „Bioenergien“. Jeder Mensch hat alle drei Doshas, wobei manche stärker oder schwächer ausgeprägt sind. Daraus lassen sich die Ayurveda Typen ableiten.

Vata, Pitta und Kapha Dosha

Drei dieser Bioenergien unterscheidet man beim Ayurveda:

Vata: das Bewegungsprinzip
Pitta: das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip
Kapha: das Strukturprinzip

Jedes Dosha lässt sich aus den fünf Elementen ableiten: Äther und Luft prägen das Vata Dosha, Feuer und zu einem geringeren Teil Wasser prägen das Pitta Dosha. Kapha leitet sich aus den Elementen Erde und Wasser ab.

Wie sind nun aber die Doshas mit dem menschlichen Körper verbunden? Die Eigenschaften der Doshas finden sich in verschiedensten Kombinationen in unserem Organismus wieder. Sie übernehmen dort folgende Funktionen:

Vata ist verantwortlich für die Beweglichkeit, Wachheit, Trennung von Nähr- und Abfallstoffen sowie für die Ausscheidung und Atmung.
Pitta steuert Verdauung, Sehkraft, Wärmeproduktion und steht in Zusammenhang mit Hunger und Durst, Intellekt und Elastizität.
Kapha wiederum verleiht Stabilität, Kraft, Geduld, Potenz und Geschmeidigkeit und macht uns nachsichtig, mutig oder großzügig.

Nach der Definition des Ayurveda ist jegliche Krankheit ein Symptom dafür, dass die Doshas eines Menschen ins Ungleichgewicht geraten sind. Krankheiten treten nicht plötzlich auf…

Die Ayurveda Typen

Laut Ayurveda hat jeder Mensch sein eigenes Gleichgewicht von Vata, Pitta und Kapha. In der Regel dominieren ein oder zwei Doshas. Anhand von Charaktereigenschaften, dem äußeren Erscheinungsbild und den Krankheitsdispositionen eines Menschen ist zu erkennen, welche Doshas überwiegen.

Der Vata Typ beispielsweise besitzt einen leichten Körperbau und nimmt schwer zu. Er ist kreativ und flexibel und hat einen wachen Verstand. Geraten seine Doshas ins Ungleichgewicht, neigt er dazu, viele Dinge anzufangen, ohne sie zu beenden. Er ist zerstreut, schläft unruhig und leidet an Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen. Für Vata-Menschen sind viel Entspannung und Schlaf, warme Bäder und Massagen mit Sesamöl wohltuend.

Der Pitta Typ ist von mittlerer, sportlicher Statur. Er ist intelligent, bisweilen scharfsinnig und ehrgeizig. Meist ist er ein guter Redner. Ein Dosha-Ungleichgewicht bewirkt bei ihm vorzeitiges Ergrauen oder Haarausfall. Er neigt dann zu Zorn und Eifersucht, was bei ihm zu Magengeschwüren und anderen Entzündungen führen kann. Gerade Pitta-Typen profitieren davon wenn sie den Konsum von Alkohol, Fleisch, Weißmehl und Kaffee reduzieren.

Der Kapha Typ fällt auf durch seinen stabilen, schweren Körperbau. Mit seiner ausgeglichenen Persönlichkeit ist er für viele der „Fels in der Brandung“. Er ist geduldig und liebt es, Dinge zu organisieren. Befinden sich bei ihm die Doshas im Ungleichgewicht, bekommt er Verdauungsprobleme und nimmt zu. Dieser Konstitutionstyp hat am meisten mit Übergewicht zu kämpfen, was ihn oft langsam und lethargisch werden lässt. Anregende Sportarten und der Verzicht auf Süßspeisen und Milchprodukte sind für den Kapha-Typ daher besonders zu empfehlen.

In der Praxis zeigt sich, dass es nur wenige Menschen gibt, bei denen ein Dosha klar dominiert. Häufiger sind dagegen Mischtypen wie Vata-Pitta oder Pitta-Kapha anzutreffen. Insgesamt unterscheidet man im Ayurveda 10 Konstitutionstypen. Als kleine Hilfestellung für die Bestimmung der eigenen Dosha-Dominanzen kann man eine Konstitutionstabelle heranziehen.

Ayurveda im täglichen Leben

Der Ayurveda hat viele einfache aber wirkungsvolle Ratschläge und Mittel parat zur Erhaltung der Gesundheit, der Vorbeugung von Krankheiten und dem Ausgleich kleiner Störungen. So kann sich jeder sein individuelles Programm erstellen und damit jeden Tag etwas für sein Wohlbefinden tun. Die Empfehlungen für tägliche Routinen, Ernährung nach Ayurveda und Ayurveda Selbstmassagen erhöhen das Wohlbefinden und lassen sich leicht ins eigene Leben integrieren.

Einfache Zutaten für ein gesundes Leben

Ayurveda lässt sich einfach, wirkungsvoll und mit wenig Aufwand in den Alltag integrieren.

Heißes Wasser

Heißes, abgekochtes Wasser zu trinken, schwemmt Schlackenstoffe aus dem Körper – ein Geheimtipp im Ayurveda. Koche morgens 1 – 2 Liter Wasser 10–15 Minuten lang.  Falls es sehr kalkhaltig ist, filtere es mit einem Kaffeefilter und fülle es in eine Thermoskanne. Trinke das Wasser über den Tag verteilt in kleinen Schlucken. Bei aktuellem Vata Überschuss oder bei leicht überreizbarem Vata Dosha kann etwas Öliges dazu gegeben werden, z.B. einige Tropfen Sesam- oder Leinöl. Falls auf Pitta geachtet werden muss, sollte das Wasser nur lauwarm sein.

Ingwer

Wenn das Verdauungsfeuer Agni stark ist, wird die Nahrung vollständig verdaut. Die Nährstoffe werden aufgenommen und es bilden sich keine Schlacken (Ama). Zur Stärkung des Agni isst du 10–30 Minuten nach dem Essen einige dünne Scheiben frischen Ingwer (pur oder mit etwas Steinsalz und/ oder frischem Zitronensaft). Im Ayurveda wird dies allgemein empfohlen, außer bei sehr hohem Pitta, Magenbeschwerden oder Durchfall. Insbesondere nach fettem Essen empfiehlt der Ayurveda Spezialist Ingwer zur Verdauungsförderung.

Ayurveda Massagen

Eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Ungleichgewichten im Energiehaushalt übernehmen im Ayurveda die Ölmassagen (Abhyanga). Diese unterscheiden sich in vielfacher Hinsicht von der westlichen Massage. Es wird mit viel warmem Öl gearbeitet, das ‚medizinisiert’, d.h. arzneilich mit verschiedensten Kräutern aufbereitet wurde. Bei der Abhyanga (Ayurveda Massage) wird das Öl mit wenig Druck im gleichmäßigen Rhythmus mit langen Streichungen sorgfältig in die Haut eingearbeitet. Die heilsame Wirkung dieser Ayurveda Massage entsteht dann durch das Zusammenspiel von Massagetechnik und den energetischen und medizinischen Eigenschaften der Öle. Die Öle werden von dem Arzt oder Ayurveda Therapeuten sehr sorgfältig auf die Konstitution, den aktuellen Zustand des Patienten und die erwünschte Wirkung abgestimmt. Man sagt, dass das Ayurveda Öl selbst, wenn es ein spezielles, medizinisiertes Öl ist, ca. 50 – 70 % der Wirkung ausmacht.

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